Beschwerden, die nach Einbringen eines Fremdmaterials zeitverzögert (Tage, Wochen oder Monate) auftreten, sollten differenzialdiagnostisch auch im Hinblick auf eine mögliche Materialunverträglichkeit bewertet werden. Ein Verdacht kann insbesondere bestehen bei: • Persistierenden oder wiederkehrenden Schleimhautbeschwerden• Veränderungen des Speichelflusses oder Geschmacksempfindens• Therapieresistenten Entzündungen im Mund- und Kieferbereich• Neurologischen Symptomen oder Schmerzen im Kopf- und Gesichtsbereich Auch systemische
Ja, die Speichelabnahme im Rahmen des Sallergo-Speicheltests stellt eine Privatleistung dar und kann entsprechend abgerechnet werden. Für Zahnärzte und Ärzte erfolgt die Abrechnung in der Regel über die GOÄ, für Heilpraktiker über die GebüH. Typische Abrechnungsziffern sind: Zahnärzte/Ärzte: Ä3, Ä6, 4015a, GOÄ 298 (je Material) Heilpraktiker: GebüH 1, 5, 12.13 (je Material) Die konkrete Abrechnung
Mundbrennen oder Zungenbrennen Zu viel oder zu wenig Speichel Saurer oder metallischer Geschmack Parodontitis trotz mehrfacher zahnärztlicher Therapien Trigeminusneuralgie Schleimhautveränderungen neurologische Symptome Schleimhautwucherungen Schleimhautrückgang Entzündungen im Kiefer-Kopfbereich Tinnitus Darmprobleme Immer wiederkehrend Halsentzündungen Erschöpfung Müdigkeit Konzentrationsprobleme depressives oder aggressives Verhalten Hautprobleme Augenprobleme anhaltende Gelenkschmerzen nach OP alle Hyperreaktionen oder verlängerte Rekonvaleszenzzeiten nach Einbringung des Implantat- Materials
Der Sallergo-Speicheltest basiert auf der Messung eines erhöhten Calciumphosphateinstroms über die Speicheldrüsen, der bei Kontakt mit unverträglichen Materialien im Mund ausgelöst wird. Die gemessene Reaktion wird mit einer zuvor entnommenen Neutralprobe ohne Material verglichen. Der Test dient der Beurteilung der Materialverträglichkeit und nicht der Diagnostik von Erkrankungen.
Testvorbereitung Eine allergische oder unverträgliche Reaktion entsteht häufig erst nach einem zweiten Kontakt mit dem Material.Deshalb ist eine sogenannte Antikörperbildungszeit notwendig. Dazu wird das zu testende Material zunächst für ca. 5 Minuten in den Mund genommen.Anschließend sollte eine Wartezeit von 5 bis 14 Tagen eingehalten werden, bevor die eigentliche Testung erfolgt. Bei hochallergischen Patienten kann
Die Materialprobe sollte im Endverarbeitungszustand getestet werden – also in der Form, wie sie bereits im Körper vorhanden ist oder später implantiert wird. Abweichungen zwischen einzelnen Chargen sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden, da sich dadurch auch die Materialzusammensetzung verändern kann.
Eine Auswertung des Sallergo-Speicheltests ist unter bestimmten Bedingungen nicht möglich, insbesondere bei: Infekten oder Fieber blutenden Wunden im Mund kürzlich erfolgten zahnärztlichen Eingriffen Verunreinigungen der Probe (z. B. durch Lippenstift oder Essensreste) fehlendem Testmaterial in der Speichelprobe Für eine zuverlässige Testung sollte die Speichelprobe ungefärbt und möglichst klar sein.
In einem Testdurchlauf können bis zu 8 Materialproben geprüft werden. Danach nimmt die Reaktionsfähigkeit des Speichels ab.
Ja, bereits eingesetzte Materialien können mit dem Sallergo-Speicheltest überprüft werden. Durch den intraoralen Kontakt kann die Reaktionsbereitschaft erhöht werden, wodurch bestehende Unverträglichkeiten im Testergebnis sichtbar werden.

