Beschwerden, die nach Einbringen eines Fremdmaterials zeitverzögert (Tage, Wochen oder Monate) auftreten, sollten differenzialdiagnostisch auch im Hinblick auf eine mögliche Materialunverträglichkeit bewertet werden.

Ein Verdacht kann insbesondere bestehen bei:

• Persistierenden oder wiederkehrenden Schleimhautbeschwerden
• Veränderungen des Speichelflusses oder Geschmacksempfindens
• Therapieresistenten Entzündungen im Mund- und Kieferbereich
• Neurologischen Symptomen oder Schmerzen im Kopf- und Gesichtsbereich

Auch systemische Beschwerden wie:

• Magen-Darm-Probleme
• Chronische Entzündungsprozesse
• Erschöpfung oder Konzentrationsstörungen
• Haut- oder Augenprobleme
• Gelenkbeschwerden

können in Zusammenhang mit eingesetzten Materialien stehen.

Zudem können verlängerte Heilungsverläufe, Überreaktionen oder unklare Schmerzsymptomatiken nach Materialeinbringung Hinweise liefern.

Der Beschwerdeort muss dabei nicht mit der Lokalisation des Materials übereinstimmen, da Fernwirkungen möglich sind.